Fragen und
Anworten

Kunsttherapie bereichert im Ausdruck innerer Themen Sprache und Denken um das Sehen, Hören, Tasten und Riechen sowie den wunderbaren Zufall. Kreativtraining soll anstiften zum spielerischen künstlerischen Tun und vor allen Dingen Freude bereiten.

Was ist Multimediale Kunsttherapie?

Je nach Thema und  Präferenzen der Klient*innen verwenden wir Bildnerisches Gestalten und Formen, Bewegung, Tanz und Musik, Fotografie und Video, Schreiben sowie Märchen- und Theaterarbeit für den Ausdruck innerer Prozesse. Durch den Wechsel zwischen verschiedenen Medien beleuchten wir das zugrunde liegende persönliche Thema immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln, gefärbt durch Eigenheiten der jeweiligen Technik und des Materials.

Jedes Gefühl kann eine Bewegung, ein Ton, eine Inszenierung oder ein ganz bestimmter Strich sein und sich in vielen Medien immer anders ausdrücken.

Welchen therapeutischen Hintergrund hat Multimediale Kunsttherapie?

Multimediale Kunsttherapie basiert auf Kreativitäts-, Kognitions- und Synästhesieforschung. Zu Grunde liegen Erfahrungen und Methoden der Psychoanalyse, sowie verschiedener humanistischer Psychotherapie-Schulen wie Gestalttherapie, Systemische Familientherapie, NLP und Psychodrama.

Multimediale Kunsttherapie wird seit 25 Jahren am renommierten Ausbildungsinstitut ÖAGG in Wien gelehrt sowie seit einigen Jahren an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien und der Bertha von Suttner Privatuniversität St.Pölten.

Wie kann ich mir den Ablauf einer Einheit vorstellen?

Der Ablauf ergibt sich aus den Bedürfnissen der Klient*innen und kann höchst unterschiedlich ausfallen. Ein grundlegendes Schema ist eine Dreiteilung der Einheit in Vorgespräch, Phase des künstlerischen Experiments und Reflexion des Prozesses  mit Integration des im Werk Erfahrenen.

Was ist der therapeutische Unterschied zwischen Kunsttherapie und Psychotherapie?

Psychotherapie ist wesentlich dialogorientierter und bedient sich einer großen Anzahl an Methoden und Fragetechniken. Kunsttherapie dagegen reflektiert innere Themen vorrangig über den spontanen Ausdruck in einem künstlerischen Werk und bezieht so auch andere Sinnesebenen mit ein. 

Kunsttherapie ersetzt keine Psychotherapie oder psychiatrische Behandlung und richtet sich grundsätzlich an gesunde Menschen. Sie kann aber durchaus ergänzend in Anspruch genommen werden, was vor allem im klinischen Bereich häufig der Fall ist.

Durch ein gutes fachliches Netzwerk, meine enge Anbindung an Psychotherapeut*innen und Psycholog*innen und regelmäßige Supervisionen ist ein schnelles Reagieren bei noch unerkannten schweren psychischen Störung wie etwa Psychosen oder Traumata möglich.

Was ist der gesetzliche Unterschied zwischen Kunsttherapie und Psychotherapie?

Das Psychotherapiegesetz regelt in Österreich Tätigkeitsbereiche, Berufspflichten und Richtlinien für eine umfangreiche Ausbildung von Psychotherapeut*innen. Da Kunsttherapie in Österreich noch nicht als Gesundheitsberuf anerkannt wurde, wie kürzlich die Musiktherapie, ist sie gesetzlich nicht geregelt.

Deshalb ist mir eine Therapievereinbarung zu Beginn der gemeinsamen Arbeit wichtig. Diese enthält meine Pflichten als Therapeut, wie etwa die Schweigepflicht, sowie grundsätzliche Rahmenbedingungen der Therapie.

Bekomme ich einen Zuschuss von meiner Krankenkasse?

Ein Zuschuss von den Österreichischen Krankenkassen für Kunsttherapie wird leider nicht gewährt.

Was ist eine Therapievereinbarung?

Die Therapievereinbarung bespreche ich ausführlich im Erstgespräch. Sie enthält grundsätzliche Rahmenbedingungen für den gemeinsamen therapeutischen Prozess. Dazu zählen die Pflichten des Therapeuten, etwa die Schweigepflicht, finanzielle und zeitliche Vereinbarungen, die Absageregelung und eine Aufklärung über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kunsttherapie zu anderen therapeutischen Angeboten. 

Um was geht es im Erstgespräch?

Das Erstgespräch dient einem gegenseitigen Kennenlernen und auch einem Kennenlernen von Kunsttherapie und Kreativtraining. Wir besprechen Ihre Wünsche und Vorstellungen für die Therapie sowie Ihre aktuelle Situation und klären die Rahmenbedingungen des therapeutischen Prozesses. Eine kleine kunsttherapeutische Übung ist häufig Teil des Erstgesprächs. 

Was ist Multimediales Kreativtraining?

Beim Kreativtraining steht der Spaß und die Freude am künstlerischen Tun im Vordergrund.

Neben dem spontanen künstlerischen Ausdruck im Bildnerischen Gestalten, im Theater, im Schreiben und in der Bewegung sind einzeln oder in der Kleingruppe auch aufwändigere Techniken möglich. So kann sich ein Kurzfilm–, ein Foto- oder ein Druckprojekt über mehrere Einheiten spannen.

Was ist der Unterschied zwischen Kreativtraining und Kunsttherapie?

Die Kunsttherapie hat, wie andere therapeutische Angebote, das Ziel  psychisches Wohlbefinden zu steigern. Es geht dabei letzlich also um ein Hinschauen und Reflektieren innerer Prozesse. Das darf mitunter schmerzhaft sein wie auch leicht fallen. Künstlerisch unaufwändige Techniken, wie das Malen oder Formen, ermöglichen einen spontanen Ausdruck innerer Themen.

Im Kreativtraining dagegen geht es eher um die Freude am Tun. Deshalb haben hier eher auch aufwändigere Angebote, wie etwa das Schwarz-/Weiß Fotolabor, ihren Platz.

Letztlich bleiben die Grenzen aber sehr fließend. Womöglich drückt alles künstlerische Tun innere Themen aus. In jedem Fall erlebe ich es als heilsame Kraft, die ich Ihnen gerne mit nach Hause geben möchte.

Wie lange dauert eine Einheit?

Eine Einheit dauert grundsätzlich 50 Minuten. Je nach den Bedürfnissen der Klient*in und des Projektes können auch Doppel- oder Dreifacheinheiten oder das selbstständige Arbeiten von Klient*innen unter meiner bloßen Anwesenheit sinnvoll sein.

Um was geht es im Erstgespräch?

Das Erstgespräch dient einem gegenseitigen Kennenlernen. Wir besprechen mögliche künstlerische Projekte sowie zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen und entwickeln einen Fahrplan für die nächsten Einheiten.

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